Ebbe und Flut - auch Gezeiten oder Tiden genannt - bestimmten schon immer das Leben an der Küste. Der stetige Wechsel des Wasserstandes ist nicht nur Maßstab für die Schifffahrt sondern auch von den Gästen und Besuchern zu beachten, deren Badezeiten entsprechend vorgegeben sind. Während der Ebbe lädt das Watt zu ausgiebigen Wanderungen auf dem Meeresboden ein.
Eindrucksvoll ist es zu beobachten, wenn sich das Wasser zurückzieht und weite Teile der Küste bei Niedrigwasser trockenfallen. Die von Prielen durchzogenen Wattflächen mit den Sand- und Schlickflächen sowie den Salzwiesen an der Küste stellen eine einzigartige Naturzone dar, die nur hier im Nationalpark Wattenmeer erlebt werden kann.
Die Gezeiten - das Heben und Senken des Meeresspiegels - sind durch die Anziehungskraft zwischen Sonne und Mond auf der einen und der Erde auf der anderen Seite begründet. Einmal im Monat verstärken sich beide Kräfte und es kommt zu einem besonders hohen Hochwasser (Springtide) bzw. besonders niedrigen Niedrigwasser (Nipptide).
Geführte Wattwanderungen erschließen in besonderer Weise die Flora und Fauna des Wattenmeeres. Größere Wattwanderungen führen zur Insel Neuwerk. Diese ist auch mit dem Schiff oder per Pferdekutsche durchs Watt erreichbar.
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